Häufige Fragen

Alles Wichtige auf einen Blick

Von Datenschutz über Technik bis zu konkreten Sicherheitsfunktionen – hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die unsere Kunden am häufigsten stellen.

Datenschutz & DSGVO

Das System ist nach dem Prinzip Privacy by Design konzipiert: Gesichter und andere personenidentifizierende Merkmale werden direkt auf dem Edge-Gerät in Echtzeit anonymisiert. Im laufenden Betrieb erscheinen Mitarbeiter im Dashboard und in der Live-Ansicht ausschließlich als anonyme Figuren auf einer Karte. Für Einrichtung und Fehlerdiagnose kann technisches Personal temporär auf Kamerabilder zugreifen.

Dauerhaft gespeicherte Video-Feeds gibt es nicht. Für die Ladungsdokumentation werden Fotos aufgenommen, da diese für eine lückenlose Nachvollziehbarkeit notwendig sind. Auf diesen Fotos werden Personen in Echtzeit geblurrt. Im Dashboard sind keine Personen als solche erkennbar, sondern nur anonymisierte Figuren auf einer Karte.

Eine Netzwerkverbindung ist für den Systembetrieb erforderlich, da die Fahrzeugmodule darüber kommunizieren. Personenbezogene Daten werden dabei nicht übertragen. Anonymisierte Analysedaten wie KPIs und Trendauswertungen werden ins Dashboard übertragen, auf das nur Personen mit einem passwortgeschützten Zugang zugreifen können.

Ja. Da im laufenden Betrieb keine personenbezogenen Daten dauerhaft gespeichert werden und Mitarbeiter im Dashboard nur als anonyme Figuren erscheinen, sind die DSGVO-Anforderungen überschaubar. Der Betrieb erfolgt On-Premise auf eurem Server. Wir unterstützen euch gerne mit einem Datenschutz-Informationsblatt für euren Betriebsrat.

In der Praxis ist die Abstimmung mit dem Betriebsrat einfacher als bei klassischen Überwachungssystemen, weil das System Personen im laufenden Betrieb nicht identifiziert. Mitarbeiter sind ausschließlich als Figuren auf einer Karte sichtbar. Trotzdem empfehlen wir eine frühzeitige und transparente Einbindung des Betriebsrats und unterstützen euch dabei mit entsprechenden Unterlagen.

Technologie & Installation

Nein. Das ist einer der zentralen Vorteile gegenüber UWB- oder RFID-basierten Systemen. Sentics nutzt deckenmontierte Kameras mit Computer Vision. Jede Person und jedes Fahrzeug wird automatisch erkannt und verfolgt, ohne jegliche Hardware am Körper.

Sentics funktioniert mit handelsüblichen IP-Kameras. In vielen Fällen kann bestehende Kamerainfrastruktur genutzt werden. Für optimale Abdeckung empfehlen wir Fisheye-Kameras mit 360° Sichtfeld. Die Kameras werden über ein Standard-PoE-Netzwerk (Power over Ethernet) betrieben, ohne zusätzliche Verkabelung.

Eine typische Pilotinstallation in einem Hallenbereich ist in wenigen Tagen einsatzbereit. Der laufende Betrieb wird dabei nicht unterbrochen. Kameras werden an der Decke montiert, der Edge-Server im Schaltschrank oder Serverraum installiert. Das System lernt die Hallengeometrie automatisch und ist nach kurzer Einrichtungszeit vollständig operativ.

Ja. Eine aktive Netzwerkverbindung ist erforderlich, da die Fahrzeugmodule darüber angebunden sind und kommunizieren. Die sicherheitsrelevante Verarbeitung wie die Geschwindigkeitsreduzierung läuft lokal auf dem Edge-Server. Für das Dashboard und die laufende Kommunikation mit den Fahrzeugmodulen ist eine stabile Verbindung notwendig.

Die Reaktionszeit von der Erkennung einer Gefahrensituation bis zur Ausgabe einer Warnung beträgt unter 100 Millisekunden. Die Personenerkennung erfolgt in unter 250 ms. Warnungen werden über LEDs im Inneren des Fahrzeugs sowie über weitere Anzeigesysteme in der Umgebung ausgegeben. Bei kritischer Annäherung wird das Fahrzeug automatisch verlangsamt.

Sicherheit & Schutzfunktionen

Das System erkennt die kritische Annäherung in Echtzeit und löst mehrstufige Schutzmaßnahmen aus. Im Fahrzeug werden LEDs aktiviert, die den Fahrer optisch warnen. Gleichzeitig können Warnanzeigen in der Umgebung aktiviert werden. Bei gefährlicher Annäherung wird das Fahrzeug automatisch verlangsamt. Alle Ereignisse werden automatisch dokumentiert.

Ja. Das System erkennt, wenn sich ein Fahrzeug einem Tor nähert und dieses passieren möchte, und öffnet das Tor automatisch. An Tordurchfahrten können zusätzlich LED-Stripes angebracht werden, um die Sichtbarkeit für Fahrer und Fußgänger zu erhöhen. Fahrzeuge können im Torbereich außerdem automatisch verlangsamt werden.

Ja. Sentics ist speziell für den Einsatz in Mischflotten entwickelt, also Umgebungen in denen manuelle Gabelstapler und autonome Fahrzeuge gleichzeitig operieren. Das System erkennt und koordiniert beide Fahrzeugtypen und kann AGVs über direkte Integration auch automatisch verlangsamen.

Ja. Sentics kann automatisch prüfen, ob Mitarbeiter Warnwesten und Helme tragen. Bei Verstößen wird eine Warnung ausgegeben. Die PSA-Compliance-Quote wird kontinuierlich gemessen und im Dashboard angezeigt. Bei Schnellecke Logistics konnte die Warnwestenquote so von 60 auf 89 Prozent gesteigert werden.

Dokumentation & Analytics

Sicherheitsrelevante Ereignisse wie Beinahe-Unfälle, PSA-Verstöße oder Geschwindigkeitsüberschreitungen werden automatisch erfasst und im System gespeichert. Im Dashboard lässt sich nachvollziehen, an welchem Tag und in welchem Bereich Ereignisse stattgefunden haben. Für die Ladungsdokumentation werden Fotos aufgenommen, auf denen Personen in Echtzeit geblurrt werden. Die Dokumentation ist lückenlos und auf Anfrage exportierbar.

Ja. Sentics erstellt eine lückenlose Dokumentation für Ladevorgänge und Betriebssituationen. Bei Schnellecke Logistics konnten durch die vollständige Dokumentation 19 von 20 Schadensersatzansprüchen belegt beziehungsweise widerlegt werden. Die Schadensersatzkosten sanken auf null Euro.

Das Dashboard zeigt unter anderem die Häufigkeit von Beinahe-Unfällen nach Ort und Zeitraum, PSA-Compliance-Quote, Fahrzeuggeschwindigkeiten und Verstöße, Engpässe und Verkehrsfluss-Heatmaps sowie Ladungsqualität und Dokumentations-Compliance. KPI-Widgets können individuell konfiguriert werden.

Sentics ist skalierbar von einzelnen Hallenbereichen bis hin zu komplexen Multi-Site-Betrieben. Zu den Hauptbranchen zählen Intralogistik und Lager, Produktion und Fertigung, Automobilindustrie und Zulieferer, Häfen und Umschlaglager sowie die Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie. Das System eignet sich für Betriebe ab etwa 10 Flurförderfahrzeugen aufwärts.

Noch Fragen?

Unser Team beantwortet gerne alle weiteren Fragen – auch zu eurem konkreten Anwendungsfall.

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