Sentics Physical AI
vs. UWB vs. Onboard-Kameras
Nicht alle Sicherheitssysteme für Intralogistik sind gleich. Dieser Vergleich zeigt, warum wearablefreie optische KI mit Vogelperspektive strukturell überlegen ist — und wo andere Ansätze an ihre Grenzen stoßen.
Optische KI
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Funk-Triangulation + Tags
Onboard-Kameras
Kamera am Fahrzeug
Detaillierter Systemvergleich
| Kriterium | Sentics Physical AI | UWB-Transponder | Onboard-Kameras |
|---|---|---|---|
| Sensorprinzip | Optische KI mit deckenmontierter Kamera. Kein Funk, keine Strahlung. | Funk-Triangulation zwischen fest installierten Ankern und mobilen Tags. | Fisheye- oder Stereokamera, direkt am Fahrzeug montiert. |
| Wearable für Mitarbeiter | Nicht erforderlich. Personen werden rein optisch erkannt. | Pflicht. Jeder Mitarbeiter muss jederzeit einen geladenen Tag tragen. | Nicht erforderlich. |
| Akku-Abhängigkeit | Keiner. Die Infrastruktur hängt am Stromnetz; im Schutzkreis gibt es keinen mobilen Akku. | Kritisch. Entlädt sich ein Transponder, entsteht sofort eine Schutzlücke ohne Vorwarnung. | Läuft über den Fahrzeugstrom; kein separater Akku nötig. |
| Tote Winkel | Keine. Die Vogelperspektive erfasst lückenlos jeden Quadratmeter der Halle. | Signalabschattung durch Metallregale oder Fahrzeuge kann die Genauigkeit beeinträchtigen. | Ausgeprägt. Bereiche seitlich und hinter dem Fahrzeug sowie Kreuzungen bleiben blind. |
| Echtzeit-Digital-Twin der Halle | Vollständig. Alle Fahrzeuge, Personen und Hindernisse sind auf einer einzigen Karte sichtbar. | Teilweise. Nur getaggte Objekte erscheinen auf der Karte. | Nicht möglich. Die Kamera liefert nur die lokale Sicht vom Fahrzeugstandpunkt. |
| Reaktionszeit (Kollisionswarnung) | Unter 100 ms. Die KI verarbeitet jeden Kamera-Frame direkt in Echtzeit. | 200 bis 500 ms, bedingt durch den Polling-Zyklus und die Funk-Latenz. | Variiert je nach Kameraauflösung und der verbauten Verarbeitungseinheit. |
| Ausfallrisiko / Systemzuverlässigkeit | Niedrig. Es gibt keine Tags, die verloren gehen oder entladen werden. Redundante Kamerafelder erhöhen die Ausfallsicherheit. | Hoch. Tags gehen verloren, entladen sich oder werden schlicht vergessen. | Mittel. Ein einzelner Kameraausfall hinterlässt blinde Flecken; die Wartung ist aufwändig. |
| Nachrüstaufwand | Fahrzeugmodule + Deckenkameras (oft bestehende Infrastruktur nutzbar). Keine Mitarbeiter-Wearables nötig. | Anker-Installation an Wänden und Decke sowie laufende Tag-Ausgabe und Verwaltung für alle Mitarbeiter. | Fahrzeug für Fahrzeug montiert; bei größeren Flotten entsprechend zeitaufwändig. |
Sensorprinzip
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Onboard-Kameras
Wearable für Mitarbeiter
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Onboard-Kameras
Akku-Abhängigkeit
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Onboard-Kameras
Tote Winkel
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Onboard-Kameras
Echtzeit-Digital-Twin der Halle
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Onboard-Kameras
Reaktionszeit (Kollisionswarnung)
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Onboard-Kameras
Ausfallrisiko / Systemzuverlässigkeit
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Onboard-Kameras
Nachrüstaufwand
Sentics Physical AI
UWB-Transponder
Onboard-Kameras
Praxistest
Physical AI im Einsatz bei Schnellecke Logistics
Warum Physical AI strukturell überlegen ist
Das grundlegende Problem mit Transponder-Systemen
UWB-Transponder sind eine ausgereifte Technologie, aber sie haben eine Schwachstelle, die sich technisch nicht lösen lässt: Sie funktionieren nur dann zuverlässig, wenn jeder Mitarbeiter einen geladenen Tag am Körper trägt. In der betrieblichen Realität bedeutet das, dass Transponder über Nacht leer laufen, in Spinden vergessen werden oder einfach verloren gehen. In genau diesen Momenten entsteht ein kritisches Sicherheitsrisiko, das den Sinn des gesamten Systems infrage stellt.
Der blinde Fleck der Fahrzeugkamera
Onboard-Kameras auf Gabelstaplern bieten dem Fahrer mehr Sicht als sein Spiegel. Was sie strukturell nicht leisten können, ist eine vollständige Situationswahrnehmung: Eine Kamera am Fahrzeug sieht immer nur das, was vor ihr liegt. Wer sich seitlich nähert, hinter einem Regal wartet oder sich in einem toten Winkel der Kreuzung befindet, bleibt unsichtbar. Dieses Problem lässt sich mit mehr Kameras am Fahrzeug abmildern, aber nie vollständig beheben.
Ein anderer Ansatz: die Halle sieht sich selbst
Sentics Physical AI kehrt die Perspektive um. Statt das Fahrzeug mit Sensorik auszurüsten, beobachtet das System die gesamte Halle von der Decke aus. Deckenmontierte Kameras erzeugen eine lückenlose Vogelperspektive, aus der die Physical AI in Echtzeit alle Fahrzeuge, Personen und Hindernisse verfolgt. Das Ergebnis ist ein vollständiger Digital Twin der Anlage: eine lebende Karte, auf der jede Bewegung sichtbar ist. Keine Wearables, kein Akku-Management, keine toten Winkel.